Schauspieler & Performer

Sa 06.12.25 / 18:00 / Pina Bausch Zentrum / Bundesallee 260. Die Gastgeber*innen A, B, G und M laden Sie zu vier Silvesterfeiern in vier Stunden und 60 Minuten ein. Gemeinsam feiern wir die Übergänge von 1979/80; 1989/90; 1999/200 und 2009/10! Vier Jahrzehnte Leben, vier Jahrzehnte Zirkuspferde sein, Kunst machen, Freude bringen, weinen und lachen. In vier verschiedenen Anwendungen kommen Sie verschiedenen Alterungsgeschichten näher. Lassen Sie ihre Erschöpfung raus, begegnen Sie Kindheitsträume, erleben Sie Transformation und ein mögliches Ende der Ausbeutung.


Das Theaterkollektiv Pièrre.Vers aus Düsseldorf zählt zu den renommiertesten freien Theatergruppen des Landes und ist über die Grenzen von NRW hinaus bekannt für ihr dokumentarisches Theater, das sich künstlerisch mit Ereignissen rechter Gewalt und Bedrohungen für die Demokratie in Deutschland befasst. Die Gruppe entwickelt immersive Projekte im öffentlichen Raum oder an historisch aufgeladenen Orten, an denen globalgesellschaftlich relevante Themen am Beispiel des Mikrokosmos Stadtuntersucht werden. Seit 2012 erarbeitet das Kollektiv mit großem Aufwand Theaterstücke außerhalb der institutionalisierten Theaterräume und -szene und leistet mit den aufgegriffenen Themen einen künstlerisch-kulturellen Beitrag für das demokratische Zusammenleben. Pièrre.Vers hat es sich zum Auftrag gemacht, Gemeinschaft zu stiften und gemeinsame Denkräume zu schaffen.

Die Produktion »Dunkeldorf« über einen mutmaßlich rechtsextremen Bombenanschlag im Jahre 2000 in Düsseldorf hat es 2024 auf die Shortlist des Berliner Theatertreffens geschafft und ist im Oktober 2025 zum Festival »Politik im freien Theater« nach Leipzig eingeladen. Das Stück »Im Process« über den Majdanek-Prozess in Düsseldorf wurde beim nachtkritik-Theatertreffen 2022 unter die zehn bemerkenswertesten Inszenierungen des Jahres gewählt.


kainkollektiv


Europa Meistern

... wo liegt denn der europäische Gedanke im Fußball außerhalb des wirtschaftlichen? Können wir nicht einfach nur Ball spielen? …

Zwei Fußballreporter (ein Journalist und ein ehemaliger Profispieler) kommentieren ein Fußballspiel, welches nie beginnt, da die äußere Welt aus den Fugen gerät. Beide versuchen, mit Kommentaren, Fachwissen, persönlichen Sichtweisen und Anekdoten die Kontrolle über die Situation zu behalten. Sie stoßen aber immer wieder auf ihre unterschiedlichen Wahrnehmungen, was Fußball in Europa war, ist oder sein könnte. Kritisch, parteiisch, ironisch und fußballverrückt offenbaren sich dabei die gesellschaftlichen Bruchlinien unserer Gegenwart. Ein neunzig minütiger Theaterabend über die Liebe zum Fußball, über Teilhabe, Gemeinschaft oder die gelebte urbane Vision einer transkulturellen Utopie für Europa und die Welt. Am Ende stellt sich immer die Frage, ob es wichtiger ist, dass wir spielen oder ein Gewinn – welcher Art auch immer – daraus gezogen werden muss?

„Europa Meistern“ ist ein Theaterstück des Theaterkollektivs projekt-il aus Düsseldorf für zwei Schauspieler, mit partizipativer Beteiligung fußballbegeisterter Jugendlicher aus Düsseldorf und Bochum. Es wurde parallel zur UEFA-Europa-Meisterschaft 2024 im öffentlichen Raum am Stadtstrand Düsseldorf aufgeführt. Auf einer Bühne am Rheinufer fand am 13.06.2024 um 19:30 Uhr die Premiere statt sowie weitere Aufführungen am 22.06.2024 und 27.06.2024. Neben den professionellen Theaterkünstler*innen des Kollektivs projekt-il waren ca. zwanzig Jungen und Mädchen des Fußballvereins TuRU – Düsseldorf durch Interviews und fünfzehn Kinder und Jugendliche aus Düsseldorf sowie Bochum an drei Workshoptagen in diesem Projekt beteiligt.

Konzept und Idee: Johan Leenders und Alexander Steindorf; Regie: Hanna Müller; Performance: Alexander Steindorf, Philip Leenders; Dramaturgie: Miltiades Oulios; Mitarbeit Dramaturgie: Carla Kleffner, Musik: Matts Johan Leenders; Produktionsleitung: Katrin Wiesemann.


AT THE TABLE

Lebenslinien fließen um die Tische unserer Familien, sie beginnen oder enden dort – stumme Zeugen so mancher Geschichte. Vierzehn Künstlerinnen und Künstler unterschiedlicher künstlerischer Disziplinen aus Ägypten, Bosnien-Herzegowina, Costa Rica, Deutschland, Griechenland, Iran, Japan, Litauen, der Ukraine, Kirgisistan und Frankreich führen ihren Familientisch vor. Sie spüren den Bruchstellen, den geheimen Codes und offenen Flanken der familiären Verhandlung in unterschiedlichen gesellschaftlichen Kontexten nach. Der Familientisch als Repräsentant für den Alltag und den Festplatz einer Familie ist Lebenszentrum, Versammlungs- und Verhandlungsraum für soziale Prozesse, Rückblicke, Zukunftsszenarien sowie gemeinsame Träumereien. In vierzehn Videoinstallationen entsteht für das Publikum ein Kaleidoskop von Familie in Extremsituationen, die sich mit persönlichen Tragödien, Krieg, Migration, aber auch mit der globalen Pandemie beschäftigen. Der Zuschauer erlebt, wie Familien sich finden und wieder verlieren, Stimmen verstummen, der Familientisch verlassen oder absichtlich zerstört wird. Stühle bleiben leer und werden neu besetzt. In einer Zeit, in der alle Menschen auf dieser Welt die gleichen außergewöhnlichen Erfahrungen machen, sitzen wir an einem einzigen globalen Familientisch, der als biografische Bühne durch persönliche, soziale und kulturelle Eindrücke der letzten siebzig Jahre geprägt wurde.

Seit 2023 wird AT THE TABLE in einer Kooperation mit Lokstoff!-Theater im öffentlichen Raum Stuttgart realisiert.

AT THE TABLE wurde in Excideuil (Frankreich), bei Lokstoff! Theater im öffentlichen Raum Stuttgart, dem Theatermuseum Düsseldorf, im Spazju Kreattiv Valetta (Nationalmuseum Malta) sowie beim Düsseldorf Festival präsentiert und aufgeführt. Das Projekt wächst jährlich mit neuen Künstler*innen. Wir bedanken uns bei der Baden-Württemberg Stiftung, dem Kulturamt der Stadt Stuttgart, dem Innovationsfonds Kunst Baden-Württemberg, der Berthold Leibinger Stiftung, beim Fonds Darstellende Künste, dem Landesbüro Freie Darstellende Künste NRW, dem Ministerium für Wissenschaft und Kultur NRW sowie dem Kulturamt der Stadt Düsseldorf, .

Mit: Amy Frega (Egypt) – Tarabeza Atsushi Watanabe (Japan) – Tell me your emotional scars Matts Johan Leenders (Germany) – Was bleibt Jasmina Musić (Bosnia Herzegovina) – Susret sa odsustvom Bernado San Rafael (Costa Rica) – La camisa Phaedra Pisimisi (Greece) – At the sea Keyvan Sarreshteh (Iran) – A sentence fragment Sander Kang De (Kyrgyzstan)- Family at the table Tomas Kildisius (Lithuania) – Picking red currants Anna Homan (Ukraine) – Empty space Mariia Hryshchenko (Ukraine) „Christmas at war“ Vladyslava Kolsnyk, Olga Melnyk, Zoia Volk Domaskina (Ukraine) – Ukranian Hygge Vladyslav Kalinichenko (Ukraine) – Trinity Alexander Steindorf (Germany) – Lost at home Aurélia Moynot (Frankreich) – The Shelter.


Schauspielhaus Münster

Emily, eine junge Frau, hat sich ganz in ihr Inneres zurückgezogen. Dort versucht sie, durch das Erzählen einer Geschichte, die Eindrücke und Traumata der Außenwelt zu verarbeiten. Neben den Teilaspekten ihrer Persönlichkeit begegnet sie Li-Qi, einer Androidin mit Künstlichen Intelligenz, die ohne Emotionen lebt und der Familie von Paula gehört. Doch als eine neue Generation auf den Markt kommt, wird Li-Qis Modell nicht mehr unterstützt und sie soll sich selbst verschrotten. Deshalb beschließt Li-Qis beste Freundin Paula, ihre Androidin im Mycel hacken zu lassen. Zusammen machen sich Li-Qi und Paula auf eine Reise zwischen Datensphäre und verbotenem Untergrund. Sie geraten zwischen die Fronten der gelben Kaiserin und des roten Königs und Li-Qi wird von ihrer Doppelgängerin gejagt. Gemeinsam gehen sie den Fragen nach, wofür es sich zu leben lohnt und was es bedeutet ein Mensch zu sein.

KONZEPT, BUCH, REGIE Nils Voges
PERFORMANCE/ANIMATION Soraja Abtahi, Amelie Barth, Kerstin Pohle, Alexander Steindorf/Ramona Petry
ILLUSTRATIONEN Silvia Dierkes
ANIMATIONPLATES DEPARTMENT Michael Dölle & Team
BÜHNE & KOSTÜME Michael Konstantin Wolke
MUSIK Michel Schallenberg
DRAMATURGIE Angela Merl

FOTOS Michael Wolke, Nils Voges, Sinje Hasheide


Das Schweigen der Dafne

Musiktheater für eine Tänzerin, einen Schauspieler, Kammerensemble.

Ein Stück über Begehren und Nicht-Begehren, über das Hingezogensein, das nicht mehr loslassen kann, über das Abgestoßensein, das ein Widerstehen ausbilden muss. Ein Stück über Suche und Sucht, über Angst und Gewalt. Ein Stück über Metamorphosen–und wohin sie uns treiben. Dafne, die erste Liebe des Apoll, hat unzählige Namen.
Dafne ist auch Daphne Caruana Galizia.​


The dream of a monster: Frankenstein.

Szenischer Diskurs mit Live-Illustration und Musik

Zukunftsvision, Schauergeschichte, Roadmovie – er fasziniert und verstört… Wahnsinn oder Wunder der Wissenschaft – „The dream of a monster: Frankenstein“ rankt sich aus der romantischen Horrorgeschichte von Mary Shelley bis in unsere Zeit hinein. projekt-il arbeitet sich mit Sprache, Bild und Gesang durch den ewigen Traum hindurch, den eigenen Tod zu überwinden. Um Frankensteins Monster, wieder zum Leben zu erwecken, wird gespielt, getanzt, gezeichnet, musiziert und diskutiert. Schöpfer und Geschöpf stehen sich unerbittlich gegenüber – mit den noch immer gleichen Fragen an die jeweils andere Moral. Warum das alles? Wer ist das Monster und wer handelt menschlich? Dürfen „Monster“ leben und lieben? In einer Zeit selbstständig handelnder Maschinen und „intelligenter“ Technik steht auch der Mensch vor seinen Schöpfungen und muss sich die Frage nach der eigenen Moral gefallen lassen. projekt-il erzählt mit Lust und Splatter den Roman von Mary Shelley und nimmt sich mit Ernsthaftigkeit der oben genannten Fragen an.

Schauspiel
Bianca Künzel, Alexander Steindorf
Musik
Matts Johan Leenders
Live Illustration
Max Fiedler
Dramaturgie
Dorle Trachternach

Ein szenischer Diskurs mit Live-Illustration und Musik über Mary Shelleys Roman „Frankenstein oder der moderne Prometheus”

Eine Produktion von projekt-il
in Kooperation mit dem zakk e.V.