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„NACHTSCHICHT“ richtet den Blick auf die unsichtbaren Kräfte des Alltags. Pflegekräfte, Kassierer*innen, Eltern, Ehrenamtliche – Menschen, die selten im Rampenlicht stehen, deren Arbeit aber unsere Städte am Leben hält. Ihre Geschichten stehen im Zentrum dieser nächtlichen Reise. Der Linienbus wird zum Resonanzraum für Stimmen, Klänge und Poesie. Auf der Fahrt durch die Stadt, vorbei an Orten des gesellschaftlichen Zusammenhalts und der Fürsorge, finden Begegnungen mit Geschichten, Perspektiven und Erfahrungen statt, die den Blick auf unsere Gesellschaft herausfordern und verändern. Das Publikum erlebt eine urbane Collage – fragmentarisch, lebendig, überraschend wie die Stadt selbst. Immer wieder steigen Held*innen dieser Stadt zu – als Gäste, als Erzähler*innen, als Expert*innen des Alltags und immer wieder trifft man auf der Reise auf zwei gealterte Superheldenfiguren, Batman und Herakles, die auf der nächtlichen Reise anecken und herausgefordert werden. Mit Ironie und Nachdenklichkeit brechen sie vertraute Bilder auf und stellen Fragen: Was bedeutet es heute, mutig zu sein? Wer verdient Anerkennung? Haben wir noch einen Platz in dieser Welt? Können wir damit umgehen, nicht mehr unantastbar zu sein? Brauchen wir überhaupt noch Held*innen – oder ganz andere Narrative?

Regie: Bianca Künzel
Dramaturgie: Paulina Mandl
Text: Alexander Steindorf
Kostüme: Maria Martínez Peña
Produktionsleitung: Nicola Merkle
Technik: Oliver Cordes
Regieassistenz: Carla Kleffner
Musik: Judith Haustein, Simon Kubat, Sebastian Schäfer
Sounddesign: Jörg Kersting, Studio listen!
Es spielen: Kathrin Hildebrand, Sebastian Schäfer, Wilhelm Schneck und Expert*innen des Alltags.


Nur durch eine dramatische Vergegenwärtigung der Stadt-Land-Problematik können die eigentlichen und aktuellen Probleme unserer Zeit zum Ausdruck gebracht und hinterfragt werden. So war die Landwirtschaft überhaupt erst die Voraussetzung für die Entstehung der städtischen Kultur. Nur durch Sesshaftigkeit, Ackerbau und Viehzucht konnten Städte entstehen. Doch wie steht es um die Zukunft der Landwirtschaft, insbesondere kleinerer Betriebe? Am Beispiel eines kleinen Hofes vor den Toren von Stuttgart erzählen wir eine Geschichte, in der es um ein Hoferbe geht. Wer hat das beste Projekt zum Fortbetrieb des Hofes? Sind das Ideal einer nachhaltigen, tierschützenden Landwirtschaft und Wirtschaftlichkeit ein Widerspruch? Mit diesem neuen Stück setzt LOKSTOFF! seine Reihe über das Thema „Erben“ fort. Eine Landpartie der besonderen Art!

Technik: Oliver Cordes, Jörg Kersting
Musik: Denis Krnjaic
Ausstattung: Maria Martínez Peña
Choreografie: Stella Covi
Foto: Zoia Domaskina
Film: Royal Film Company
Stimme aus dem Off: Johanna Hanke
Produktionsleitung: Nicola Merkle
Produktionsassistentin: Janina Vogel
Regieassistenz: Carla Kleffner
Es spielen: Frank Deesz, Mariam Jincharadze, Kathrin Hildebrand, Simon Kubat, Christina Uhland

Herzlichen Dank an Familie Illi vom Pappelhof!


Gegenüber der Wilhelma in Stuttgart verstecken sich hinter einer unscheinbaren, grauen Fassade 1150 Storageboxen auf sieben Geschossen. Jede einzelne Box ist gefüllt mit Gegenständen, die Menschen zu viel bedeuten, um sie zu wegzugeben. Jede Box ist gefüllt mit einer Geschichte. LOKSTOFF! nutzt diesen Ort voller Geschichten, um sich dem Thema Erben in all seiner Komplexität anzunähern. Denn egal ob Leberfleck, Kochbuch, Blumenvase, Geburtstagslied, Ring, Schuld, Haus, Firma, Schulden – wir sind alle Erben. Das Erben verbindet uns mit der Vergangenheit und der Zukunft und hat dabei sehr unterschiedliche Dimensionen – materielle, kulturelle, genetische. Materiell erben wenige, kulturell alle irgendwie, genetisch alle sowieso. Erben ist ein Vermächtnis, das aus der Vergangenheit direkt zu uns spricht. Es ist hochemotional, dann wieder nüchtern, geschäftlich, kompliziert, schön und oft die letzte Offenbarung. Doch was daraus folgt,
beinhaltet für die Gegenwart einen Moment voller Geschichten und Geschichte. Ist das Thema Erbschaft eine steuerliche Frage? Sicher. Ist es eine soziale Frage? Natürlich, weil es um die Verminderung von Ungleichheit geht. Aber es ist auch eine moralische Frage, da es um die Verbindung zwischen den Generationen, die Idee der Weitergabe geht. Vor allen Dingen sollte es aber eine gesellschaftliche Debatte sein, da es um unsere Vorstellung von Zukunft geht.

Regie: Bianca Künzel, Wilhelm Schneck
Dramaturgie: Werner Kolk, Paulina Mandl
Kostüme: Maria Martinez Peña
Installationen: Leonard Mandl
Musik: Denis Krnjaic, Natanaël Lienhard
Texte: Alexander Steindorf
Film: Vlada Kolensnyk
Produktionsleitung: Nicola Merkle
Gesangspädagogik: Armina Aristak
Technik: Oliver Cordes
Assistenz: Carla Kleffner
Es spielen: Frank Deesz, Kathrin Hildebrand, Alexandra Karlova, Mariam Jincharadze, Denis Krnjaic, Natanaël Lienhard, Luciana Mugei.


Sofie setzt nach der Krise auf Mobilität. Zusammen mit ihren Töchtern soll heute die Eröffnung des neuen Foodtrucks gefeiert werden und den dringend benötigten finanziellen Erfolg liefern. Doch die unterschiedlichen Lebenseinstellungen der kleinen Kernfamilie stellen die fragile Geschäftsidee auf eine harte Probe. Als dann auch noch Ex-Stammkunde Lukas mit seiner eigenen Wahrheit auftaucht, droht der Hausfrieden vollends zu kollabieren.

SOFIES MIND*TRUCK bietet eine „Triät“ der besonderen Art: aufrüttelnd, humorvoll und ganz entscheidend für unsere gemeinsame Wirklichkeit. Denn jede Gesellschaft muss sich darauf verständigen, was wahr ist. Nur so kann uns die Verbindung zu einem WIR unserer WIR-klichkeit gelingen.

Regie: Bianca Künzel, Wilhelm Schneck
Dramaturgie: Alexa Steinbrenner, Werner Kolk
Text: Alexander Steindorf
Ausstattung: Maria Martínez Peña
Produktionsleitung: Nicola Merkle
Musik: Denis Krnjaic
Technik: Tobias Bingöl, Oliver Cordes
Regieassistenz: Carla Kleffner
Es spielen: Hannah Jasna Hess, Kathrin Hildebrand, Mariam Jincharadze, Natanaël Lienhard.